24h
24h
24h
24h
24h
Wärmebild- und Nachtsichtferngläser sind für sehr unterschiedliche Einsatzzwecke konzipiert, auch wenn beide die Beobachtung bei Dunkelheit ermöglichen. Wer die passende Technologie für seine Situation wählt, vermeidet eine Fehlinvestition.
Ein Wärmebildfernglas erfasst Temperaturunterschiede. Damit lassen sich lebende Tiere bei Regen, im Wald oder durch leichte Vegetation hindurch erkennen, ohne dass eine Lichtquelle erforderlich ist. Es ist das bevorzugte Hilfsmittel für die nächtliche Schwarzwildjagd, winterliche Drückjagden oder die Beobachtung von Hochwild in der Dämmerung.
Ein Nachtsichtfernglas verstärkt das vorhandene Umgebungslicht (Mondlicht, Sternenlicht oder Infrarotbeleuchtung). Es liefert ein detaillierteres und natürlicheres Bild als ein Wärmebildgerät und ermöglicht eine bessere Erkennung von Formen. Es eignet sich für die Ansitzjagd, die nächtliche Vogelbeobachtung oder die Überwachung von Flächen. Wer ein kompakteres Format sucht, findet in den Nachtsicht-Monokularen dieselben Technologien in einer platzsparenderen Ausführung.
Die Sensorauflösung (bei Wärmebildgeräten) und der Objektivdurchmesser (bei Nachtsichtgeräten) bestimmen die nutzbare Reichweite. Ein Wärmebildfernglas der Einstiegsklasse verfügt häufig über einen Sensor mit 400x300 Pixeln. Dies reicht aus, um ein Ziel auf 200 m zu entdecken, jedoch nicht, um es auf 400 m sicher zu identifizieren. Hochwertige Modelle wie das Pulsar Accolade 2 LRF XP50 bieten eine Auflösung von 640x480 Pixeln und einen integrierten Entfernungsmesser. Einen Überblick über beide Produktfamilien bietet die Kategorie Nachtsicht und Wärmebildkameras, die außerdem Überwachungskameras und Vorsatzgeräte für Zielfernrohre umfasst.
Bei Nachtsichtgeräten sind 4-fache oder 6-fache Vergrößerungen ideal für die Ansitzjagd. Darüber hinaus wird ein ruhiges Bild aus der Hand zunehmend schwieriger. Das Bushnell Equinox Z2 6x50 gilt als zuverlässige und erschwingliche Lösung für diesen Einsatzzweck.
Einige Nachtsichtferngläser können auch tagsüber verwendet werden und liefern dabei ordentliche Ergebnisse. Dies ist ein wichtiger Faktor, wenn ein einziges Gerät für unterschiedliche Situationen genutzt werden soll. Reine Wärmebildferngläser erzeugen bei hellem Tageslicht hingegen ein weniger aussagekräftiges Bild. Sie wurden für die Nacht oder schwierige Sichtbedingungen entwickelt und nicht für die Beobachtung bei Tageslicht.