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Ein Monokular spielt seine Stärken aus, wenn nicht beide Hände gleichzeitig beschäftigt sein sollen: bei der Pirsch im Wald, bei Bewegungen während einer Drückjagd oder bei der Beobachtung von einem Quad oder Fahrzeug aus. Jäger, die regelmäßig nachts unterwegs sind, bevorzugen dieses Format häufig gegenüber einem Fernglas, auch wenn es bei längeren Beobachtungen weniger komfortabel ist.
Ein Wärmebildmonokular dient der schnellen Lokalisierung. Es wird kurz hervorgeholt, die Umgebung abgesucht und anschließend wieder verstaut. Die Körperwärme des Wildes bleibt selbst bei Regen, in Brombeerdickichten oder hinter leichter Vegetation sichtbar.
Ein Nachtsichtmonokular wird anders eingesetzt: vom Hochsitz aus, an einem offenen Ansitzfenster oder zur Überwachung eines Wildwechsels. Es verstärkt das vorhandene Umgebungslicht und liefert ein Bild, das sich besser zur Interpretation der Umgebung eignet als ein Wärmebild. Dadurch lassen sich beispielsweise eine Bache und ein Frischling leichter unterscheiden oder Entfernungen besser einschätzen.
Im Gegensatz zu einem Fernglas kann ein Wärmebildmonokular auf einem Helm montiert oder auf einer Picatinny-Schiene vor einem Zielfernrohr als Clip-on-Gerät verwendet werden. Diese Vielseitigkeit ist besonders für Jäger interessant, die ein einziges Gerät sowohl für die Fortbewegung als auch für den Schuss nutzen möchten. Nicht alle Modelle bieten diese Möglichkeit, da Gewinde und Befestigungssysteme je nach Ausführung unterschiedlich sein können. Für längere Beobachtungen, bei denen der Komfort des beidäugigen Sehens wichtig ist, sind Wärmebild- und Nachtsichtferngläser jedoch weiterhin die bessere Wahl.
Ein Sensor mit 256x192 Pixeln ermöglicht die Ortung eines Wildschweins auf etwa 150 m, jedoch kaum darüber hinaus. Auf 300 m Entfernung wird das Bild in einer mondlosen Nacht zu grobkörnig, um das Tier sicher zu identifizieren. Ein 384x288-Sensor erweitert diesen Bereich auf etwa 300 bis 400 m und stellt heute das gängigste Format für die Jagd dar. Ein 640x480-Sensor ist für weite Ebenen und offene Landschaften ausgelegt. Unter guten Bedingungen liegt die Identifikationsreichweite bei über 500 m.
Das Sortiment umfasst Marken mit sehr unterschiedlichen Positionierungen: preiswerte Einstiegsmodelle, vielseitige Geräte der Mittelklasse und hochwertige Lösungen, die auf Langlebigkeit und Leistung unter anspruchsvollen Bedingungen ausgelegt sind. Die richtige Wahl hängt in erster Linie von der Beobachtungsdistanz, dem Gelände und der Nutzungshäufigkeit ab. Einen umfassenden Überblick einschließlich Überwachungskameras und Vorsatzgeräten für Zielfernrohre bietet die Kategorie Nachtsicht und Wärmebildkameras.